Britische Zahlen widersprechen Pandemie der Ungeimpften: Mehr Geimpfte als Ungeimpfte infiziert


Offizielle Zahlen der Britischen UKHSA Behörde zeigen: Teils sind 50 Prozent mehr Geimpfte als Ungeimpfte in mittleren Altersgruppen infiziert. Die Daten sind impfquotenbereinigt je 100.000 Geimpfte / Ungeimpfte. Fällt das Narrativ der Pandemie der Ungeimpften?


Gestützt wird das Narrativ "Pandemie der Ungeimpften" durch Infektionsraten mittels getrennter Zahlen für Geimpfte und Ungeimpfte bei Neuinfektionen, Krankenhaus und Todesfälle. In den deutschen Statistiken fallen diese immer stark zugunsten der Geimpften aus.


Doch stimmen die Zahlen wirklich, welche Zählweisen und Definitionen kommen zum Einsatz und wird in allen Institutionen wirklich überall gleich gezählt? Gibt es überhaupt eine korrekt und vollständig erhobene Datengrundlage?


Was passiert bei Personen mit unklarem Impfstatus, wo und wie werden sie gezählt? Wir haben in verschiedenen Reports auf vielen irreführenden Zählweisen hingewiesen. Siehe hier, hier, hier und hier.


Richtig ist, dass es absolut notwendig wäre, das pandemische Geschehen mit möglichst guten Daten zu analysieren und einordnen zu können. Ordentlich erhobene und gut aufbereitete Daten sind jedoch in Deutschland offensichtlich bis dato Mangelware.


Wie gut Daten aufbereitet sein können, zeigt die britische Behörde UKHSA.


Hochwertige UKHSA Daten mit Zahlen aus der Britischen Bevölkerung


Seit Wochen zeigen die offiziellen Daten des Britischen UK Health Security Agency UKHSA (früher Public Health England PHE): Es sind derzeit keine- Vorteile von Geimpften gegenüber Ungeimpften in den Altersgruppen der 18 bis 80 Jährigen bei Neuinfektionen erkennbar. Im Gegenteil: Ungeimpfte weisen in den mittleren Altersgruppen die viel besseren Zahlen auf - die Zahlen stabilisieren sich über einen Zeitraum von mittlerweile 15 Wochen - KW 32-47.


Die UKHSA Zahlen, Infektionsraten und Grafiken sind bekannt für ihre gute Datenqualität und Aufbereitung. Sie sind bisher die besten Daten, die man für den Vergleich von Geimpft zu Ungeimpft bekommen konnte - transparent und detailliert. Die Rohdaten und die Fallraten je 100.000 Geimpfte / Ungeimpfte sind nach wie vor öffentlich im Report zu finden. Die anschaulichen Grafiken werden leider ab dem Report 43 von UKHSA nicht mehr gebracht. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Möglicherweise sind die Daten zu brisant und entsprechen nicht der nationalen Impfstrategie.


Die Veranschaulichung dieser Daten ist jedoch enorm wichtig und verbraucherrelevant.


Grafik für Report 48 zum Vergleich Geimpfte vs. Ungeimpfte


Da die wichtigen Grafiken mit Anteilsraten je 100.000 Geimpfte vs. Ungeimpfte fehlen, hat Transparenztest die wichtigen UKHSA Daten aus Report 48 für KW 44-47 in gleicher Weise wie im Bericht 42 grafisch aufbereitet und veranschaulicht:


CoV2 Neuinfektionen je 100.000 doppelt Geimpfte vs nicht Geimpfte

Transparenztest Archi.medes, Daten UKHSA Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report 48:  CoV2 Neuinfektionen Geimpfte vs. Ungeimpfte je 100.000, KW 44-47
Transparenztest, Daten UKHSA Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report 48: CoV2 Neuinfektionen Geimpfte vs. Ungeimpfte je 100.000, KW 44-47, 02.12.21

Die orangenen Balken geben die Neuinfektionsraten für die Geimpften an.

Die hellblauen Balken geben die Raten für die Ungeimpften an.

Beide Angaben sind auf je 100.000 Geimpfte bzw. Ungeimpfte bezogen, weshalb die Impfquote keine Rolle spielt.


Die Grafik im Report 48 zeigt für die KW 44-47 nach wie vor eindrucksvoll, dass Geimpfte ab Alter 30 bis 70 deutlich mehr erkranken als Ungeimpfte.


Für die Altersgruppe der 18-29 Jährigen und die Altersgruppe der 70-79 Jährigen herrscht ungefährer Gleichstand. Bei jungen Altersgruppen der unter 18 Jährigen und der 18-29 Jährigen steigt jedoch mit fast jeder Woche der Anteil der Geimpften vs. Ungeimpften.


Aktuell (Wochen 44-47) liegen weiter in vier personenstarken Altersgruppen ab >30 Jahren bis 70 die Raten für Geimpfte deutlich höher als für Ungeimpfte.

Die Raten für Geimpfte liegen teils 50% über denen der Ungeimpften.


Zur Erinnerung: Die Raten je 100.000 Geimpfte / Ungeimpfte sind bereits impfquotenbereinigt und berücksichtigen somit die unterschiedlichen Stichprobengrößen.


Nur in der ganz jungen Gruppen unter <18 ist es noch eindeutig umgekehrt. Dies hängt hier offensichtlich auch mit den Stichprobengrößen zusammen, da 259.874 ungeimpfte Kinder nur 954 doppelt geimpfte Kinder gegenüber stehen. Aufgrund der nur wenigen doppelt geimpften Kindern bestehen hier noch Unsicherheiten. Die UKHSA weist auf diese Unsicherheit aufgrund der Stichprobengröße in den Randgruppen hin.


Bei den 70-79 Jähren ist es umgekehrt. Immer weniger alte Menschen bleiben ungeimpft. In der Altersgruppe 70-79 Jahre sind es nur noch 1.059 Ungeimpfte, in der Altersgruppe 80+ sogar nur noch 559.


Aus diesem Grund kommt den mittleren Jahrgängen, die allesamt auf einer großen Datenbasis sowohl für Geimpfte als auch Ungeimpfte basieren, die eigentliche Kernaussage zu:


=> Die Geimpften haben keine Vorteile bei Neuinfektionen. Im Gegenteil, sie werden offensichtlich häufiger krank als Ungeimpfte.


Dies kann am unterschiedlichen Verhalten von Geimpften vs. Ungeimpften zu tun haben. Dagegen spricht: In Großbritannien gibt es anders wie hierzulande und anders wie in anderen Staaten kaum Einschränkungen für Ungeimpfte (Freedom Day). Ungeimpfte sind deshalb vermutlich genauso viel unterwegs wie Geimpfte. Die Verhaltenseinflüsse sind deshalb hier nicht so stark einzuschätzen wie in anderen Ländern.


Vergleich Neuinfektionen mit Geimpften und Ungeimpften nach Altersgruppen über einen längeren Zeitraum


In der folgenden Tabelle wird auf Basis der UKHSA Daten aus den Wochenberichten 42 und 48 die Infektionsraten je 100.000 Personen für doppel Geimpfte und Ungeimpfte über die jeweiligen Altersgruppen veranschaulicht. Verglichen werden hier die Zeiträume der KW 38-42 mit KW 44-47.


Vergleich CoV2 Neuinfektionen je 100.000 doppelt Geimpfte vs nicht Geimpfte für zwei Zeiträume

Transparenztest Archi.medes, Daten UKHSA Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report 42+48:  CoV2 Neuinfektionen Geimpfte vs. Ungeimpfte je 100.000, KW 38-42 vs.. KW 44-47, 09.12.21
Transparenztest, Daten UKHSA Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report 42+48: CoV2 Neuinfektionen Geimpfte vs. Ungeimpfte je 100.000, KW 38-42 vs.. KW 44-47, 02.12.21

Die roten Balken geben die Quoten für die Geimpften an.

Die blauen Balken geben die Quoten für die Ungeimpften an.

Beide Angaben sind auf je 100.000 Geimpfte bzw. Ungeimpfte bezogen, weshalb die Impfquote keine Rolle spielt.


Die Balken stehen für zwei einzelne Erhebungszeiträume und fassen die jeweils letzten 4 Wochen zusammen. Der Erhebungszeiträume beginnen mit den Wochen 38-41 und vergleichen die Entwicklung mit Woche 44-47.


Zu sehen ist, dass bis auf die älteren Jahrgänge die Tendenz bei Geimpften vs. Ungeimpften sich schlechter entwickelt.



Tabelle Bericht 48 Rohdaten Neuinfektionen

UKHSA UK Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report: Weeks 44-47, Rohdaten Neuinfektionen Geimpfte vs. Ungeimpfte
UKHSA UK Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report 48: Weeks 44-47, Rohdaten Neuinfektionen Geimpfte vs. Ungeimpfte, 02.12.21

Die Tabelle zeigt, dass mit zunehmenden Alter die Datensätze bei den Ungeimpften kleiner werden. Bei der jüngsten Gruppe <18 Jahre ist es wie erwähnt genau anders herum. Hier stehen nur 954 geimpfte 259.874 ungeimpften Kindern gegenüber.


UKHSA weist Fallraten je 100.000 Geimpfte / Ungeimpfte für Neuinfektionen, Notaufnahme und Todesfälle aus

UKHSA UK Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report: Weeks 44-47, Fallraten
UKHSA UK Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report 48: Weeks 44-47, Fallraten, 02.12.21

Im UKHSA Bericht sind sowohl Rohdaten als auch anteilsbereinigte Fallraten vorhanden. In deutschen Statistiken ist man von einer gut aufbereiteten Datenbasis weit entfernt.


Feinteilige und anteilsbereinigte Datenanalyse für alle Altersgruppen


Wichtig: Der große Datensatz lässt es bisher zu feinteilig in acht Gruppen über alle Altersjahrgänge zu vergleichen. In absoluten Zahlen ist es nicht überraschend, dass es deutlich mehr Fälle bei den Geimpften als bei den Ungeimpften gibt. Denn mittlerweile ist in den meisten Altersgruppen der große überwiegende Teil geimpft.


Um Geimpfte und Ungeimpfte zu vergleichen, ist es deshalb notwendig dieses Artefakt aufgrund verschiedener Populationsgrößen zu bereinigen: Hierzu wird vom Britischen UKHSA jeweils anteilig die Quote je 100.000 Geimpfte bzw. Ungeimpfte für alle Altersgruppen angegeben.


CoV2 Notaufnahmefälle je 100.000 doppelt Geimpfte vs nicht Geimpfte

Transparenztest Archi.medes, Daten UKHSA Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Veränderung CoV2 Notaufnahmefälle Geimpfte vs. Ungeimpfte je 100.000 von KW 44-47, 09.12.21
Transparenztest, Daten UKHSA Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report 48, CoV2 Notaufnahmefälle Geimpfte vs. Ungeimpfte je 100.000 von KW 44-47, 02.12.21

Hier werden die Notaufnahmefälle mit mindestens einer Übernachtung im Krankenhaus verglichen. Zu sehen ist, dass die Notaufnahmen erst in höherem Alter auftreten. Trotz Vorteile bei Geimpften bei den jüngeren Jahrgängen spielen sie aufgrund des geringen Vorkommens hier kaum eine Rolle. Bei Älteren haben die Geimpften deutliche Vorteile gegenüber den Ungeimpften. Die Unterschiede fallen aber weniger deutlich aus wie hierzulande. Notaufnahmefälle betreffen anders wie Neuinfektionen nicht den Fremdschutz bzgl. der 1,2,3G Regelungen, sondern den Selbstschutz.


CoV2 Todesfälle je 100.000 doppelt Geimpfte vs nicht Geimpfte

Transparenztest Archi.medes, Daten UKHSA Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Veränderung CoV2 Todesfälle Geimpfte vs. Ungeimpfte je 100.000 von KW 44-47, 09.12.21
Transparenztest, Daten UKHSA Health Security Agency COVID-19 Vaccine Surveillance Report 48, CoV2 Todesfälle Geimpfte vs. Ungeimpfte je 100.000 von KW 44-47, 02.12.21

Fast gleiches Bild bei den Todesfällen. Hier ist noch stärker zu sehen, dass die Todesfälle erst in Altersgruppen mit höherem Alter auftreten. Die Geimpften haben hier deutliche Vorteile gegenüber den Ungeimpften. Bei Jüngeren kommen sie kaum vor. Die Unterschiede fallen weniger deutlich aus wie hierzulande. Todesfälle betreffen anders wie Neuinfektionen nicht den Fremdschutz bzgl. der 1,2,3 G Regelungen, sondern nur den Selbstschutz.


Wie sieht die Risiko-Nutzen-Analyse aus?


In jedem Falle müssen für eine Risiko-Nutzen-Analyse aber die Nachteile aufgrund möglicher Impf Nebenwirkungen sorgfältig mit berücksichtigt und abgewogen werden. Dies gilt insbesondere für die weniger gefährdeten jüngeren Altersgruppen.


Wie umfangreich die gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen sind, ist in unseren EMA Bericht und PEI Bericht nachzulesen.


Transparenztest Resümee


Nach diesen britischen Daten ist das Narrativ der Pandemie der Ungeimpften nicht länger haltbar. Sie widersprechen deutlich den deutschen Zahlen.


Die fehlenden Vorteile der Geimpften vs. Ungeimpften bei Neuinfektionen betreffen alle 1G, 2G, 3G und Impfpflicht Regelungen. Die Neuinfektionen betreffen somit die wichtige Fremdschutzfrage. Die Vorteile der Impfung bei Krankenhaus und Todesfälle betreffen dagegen den Selbstschutz und haben keine unmittelbare Wirkung auf Dritte.


Die Aussage des offensichtlich fehlenden Impfschutzes bei Neuinfektionen ist eindeutig. Dies betrifft unmittelbar Grundrechte, die nicht länger mit dem Argument, Ungeimpfte seien ansteckender als Geimpfte, eingeschränkt werden dürfen.


Die Daten weisen weiter eindrücklich darauf, dass aufgrund des fehlenden Schutznachweises vor Neuinfektionen das Risiko-Nutzen-Verhältnis neu überdacht werden muss. Eine Impfpflicht ist nach diesen Daten nicht verantwortbar.


Individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung ist erforderlich


Angesichts der besorgniserregenden Zahlen der Arzneimittel-Datenbanken wie EMA oder WHO zu Verdachtsfällen Impfnebenwirkungen durch Covid mRNA Impfstoffe ist unbedingt eine Risiko-Nutzen-Analyse bezüglich Impfvorteile und möglichen Impfnebenwirkungen vorzunehmen.


Unsere Tt Fragen:

  • Warum ignorieren deutsche Politiker diese wichtigen Vergleichswerte aus UK? Wie lange können sie sich noch dieser elementaren Kernaussage entziehen?

  • Wie kann eine Impfpflicht bei diesen hochwertigen Vergleichszahlen aus UK ungeprüft aufrechterhalten werden?

  • Wie plausibel kann es sein, dass in Bundesländern wie Bayern Inzidenzen für Ungeimpfte angeblich teils 16x so hoch liegen wie in UK (z.B. Anfang Dezember 1600 für Ungeimpfte und 100 für Geimpfte)?

  • Warum sind die Werte in UK für Ungeimpfte so viel niedriger obwohl hier Ungeimpfte sich seit dem FreedomDay im August genauso frei wie Geimpfte bewegen dürfen?

  • Warum ist in UK die Quote (und damit die Fehlerquote) mit unklarem Impfstatus (derzeit 6%) so viel niedriger als z.B. in Bayern mit 70,3%?

  • Warum ist es in UK möglich feinteilig über alle Altersklassen Impfquoten bereinigt je 100.000 Geimpfte / Ungeimpfte zu informieren und nicht bei uns in Deutschland?

 

Ohne Sie geht es nicht!


Unser Ziel ist es uns alle für mehr Transparenz und Evidenz zu sensibilisieren.


Wir Bürger haben ein unabdingbares Recht darauf zu erfahren, was wann wie und aus welchen Gründen - ohne unsere Zustimmung - entschieden wird. Da selten die Informationen vollständig und nachvollziehbar gegeben werden, müssen wir wach bleiben und nachfragen.


Stärken Sie uns mit einem kleinen Beitrag den Rücken, damit wir mit Ihrer Unterstützung dies von den Verantwortlichen einfordern können.


Wir danken Ihnen hierfür herzlich an dieser Stelle, da wir aus Gründen des Datenschutzes auf Spenden nicht antworten dürfen.


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Quellen:

  • https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/1037987/Vaccine-surveillance-report-week-48.pdf

  • https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/1029606/Vaccine-surveillance-report-week-43.pdf

  • https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/1027511/Vaccine-surveillance-report-week-42.pdf