Schottland: Aktuell 30 Prozent erhöhte Gesamtsterblichkeit gegenüber den Vorjahren


In Schottland gibt es seit über 20 Wochen eine zunehmende Übersterblichkeit. Aktuell liegt sie 30% über den Schnitt der Vorjahre. Covid ist nicht der Grund. Auch in Deutschland gab es im September eine Übersterblichkeit von 10%. Woran kann das liegen?


Die Zahlen kommen aus offizieller Quelle vom National Records of Scotland, dem schottischen Amt für Statistik. Die Daten beziehen sich dabei auf die sogenannte Excess Mortality, die die gesamte Sterblichkeit in der Bevölkerung angibt. Sie umfasst alle Todesfälle unabhängig von den Todesursachen.


Sterblichkeit Schottland bis Woche 40 / 2021

National Records Scotland: Todesfaelle nach Kalenderwoche bis KW 40/2021, 04.10.21
National Records Scotland: Todesfälle nach Kalenderwoche bis KW 40/2021, 04.10.21

Auffallend:

  • Die Übersterblichkeit in Schottland steigt seit über 20 Wochen an.

  • Die Todeszahlen sind deutlich höher als im Pandemiejahr 2020 ohne Impfung.

  • Die Zahlen sind untypischerweise bereits im Sommer stark überhöht.

  • Außergewöhnliche Einlüsse wie etwa Hitzewelle sind nicht bekannt.


Sterblichkeit Schottland Vergleich 2021 mit Vorjahren 2015-2109

National Records Scotland: Vergleich Todesfälle 2021 vs. mean 2015-2019 nach Kalenderwoche bis KW 40/2021, 10.10.21
National Records Scotland: Vergleich Todesfälle 2021 vs. mean 2015-2019 nach Kalenderwoche bis KW 40/2021, 10.10.21

Die blaue durchgezogene Linie zeigt den Verlauf Todesfälle in 2021.

Die ------ Linie zeigt zum Vergleich den Durchschnitt der Jahre 2015-2019.


In der Grafik ist der zunehmende Anstieg in der Sterblichkeit seit 20 Wochen gut zu sehen. Am 10. Oktober liegt die Zahl der Todesfälle 30% höher als gegenüber 2021. Das ist der höchste Prozentsatz für eine Woche seit Jahresbeginn.


Ungewöhnlich ist die erhöhte Sterblichkeit in den Sommermonaten ganz ohne erkennbaren Grund.


Geringer Anteil der Covid Toten an Gesamtsterblichkeit

National Records Scotland: Anteil Covidfälle an Todesfällen 2021 vs. mean 2015-2019 nach Kalenderwoche bis KW 40/2021, 10.10.21
National Records Scotland: Anteil Covidfälle an Todesfällen 2021 vs. mean 2015-2019 nach Kalenderwoche bis KW 40/2021, 10.10.21

Die blaue Linie gibt die gesamten Todesfälle für das Jahr 2021 wieder.

Die ----- Linie steht für den Durchschnitt der letzten 5 Vorjahre und dient dem Vergleich.


Die schwarze Linie gibt die Covid Todesfälle an. Sie verläuft weit unterhalb der Gesamtsterblichkeit und erklärt nicht die Übersterblichkeit in den Sommermonaten bis heute.


In der KW 40 wurden in Schottland 1.353 Todesfälle gemeldet. Damit fallen 315 mehr Todesfälle an als nach dem 5 Jahresdurchschnitt zu erwarten war. Insgesamt sind somit 30% mehr Todesfälle zu verzeichnen. Der Anstieg der Todesfälle geht laut National Records Scotland nicht auf Covid Todesursachen zurück, sondern verstärkt auf Krebs-, Herz/Kreislauf- oder Demenzerkrankungen. Von den 1.353 Todesfällen stehen nur 108 in Verbindung mit einem positiven PCR SarsCoV2 Befund. Das macht 8% Anteil aus.



Wie sieht es in Deutschland aus?


Erhöhte Sterblichkeit 2021 gegenüber den Vorjahren seit den letzten Monaten


Die obere rote Linie zeigt den Verlauf aller Todesfälle in 2021 an.

Die blaue Linie zeigt den Mittelwert der Vorjahre 2017-2020 an.

Der hellblau schattierte Bereich zeigt die min/max Ausprägungen der Jahre 2017-2020 an.

Die untere rotgepunktete Linie zeigt die Covid Todesfälle.


Die rote 2021 Todesfalllinie liegt seit März die meiste Zeit über dem Pandemiejahr 2020 und über den Mittelwert der Vorjahre 2017-2020.

Laut Destatis lagen im September die Sterbefallzahlen mit +10 % wieder deutlich über dem mittleren Wert der Vorjahre. Nach aktuellem Ergebnis der Hochrechnung liegen die Sterbefallzahlen in Kalenderwoche 40 (4. bis 10. Oktober) 7 % darüber.



Vergleich Sterblichkeit 2021 mit Vorjahren, Beispiel KW 38

In 2021 KW 38 verzeichnet das Bundesamt 18.077 Todesfälle. Das sind 1.499 mehr Todesfälle bzw. 9% mehr als im Schnitt der Vorjahre.


Die rotgepunktete Covidlinie verläuft nahe der Nulllinie und zeigt den geringen Anteil am Gesamtgeschehen in den letzten Monaten. In KW 38 macht der Covid Anteil 2% an allen Todesfällen aus.


Somit besteht auch in Deutschland seit einiger Zeit eine Übersterblichkeit von teils 10%, wenngleich diese geringer als in Schottland mit derzeit 30% ausfällt.



Transparenztest Resümee


Das ist nicht die erste Zahl aus Schottland, die dieses Jahr aufhorchen lässt.

Public Health Scotland berichtete bereits am 23. Juni 2021, dass in 6 Monaten binnen 28 Tagen nach der Impfung 5.522 Menschen verstorben waren. Normalerweise versterben in diesem Zeitraum rund 4.800 Menschen.


Hier ging es aber um mögliche Impftote. Nun zeichnet sich ein zunehmender Anstieg in der Gesamtsterblichkeit in schottischen Bevölkerung ab. Die Gesamtsterblichkeit zeigt die Todesfallentwicklung unabhängig von den einzelnen Todesursachen. Diese Zahlen können kaum manipuliert werden. Es kommt ihnen deshalb besondere Bedeutung in der Beurteilung der Gesamtlage zu.


Merkwürdig ist auf jeden Fall der Zeitraum einer deutlichen Erhöhung in den Sommermonaten. Hier ist normalerweise nicht mit erhöhten Todeszahlen zu rechnen.


Der Covidanteil ist quantitativ vernachlässigbar. Covidtote können nach Aussage von National Records Scotland nicht als Erklärung dienen. Zudem darf nicht vergessen werden, dass Covidtote meist nur aufgrund eines positiven PCR Befundes als Covidfälle gewertet werden. Wie in Deutschland wird es auch in Schottland zu Mehrfachzählungen oder sonstigen Zählfehlern kommen (s. unseren Artikel Irreführende Zählweise Teil 2). Der tatsächliche Anteil ist somit voraussichtlich noch geringer einzustufen.


Eine Hitzewelle wie in wärmeren Ländern kann in Schottland ebenso nicht als Begründung herhalten. Auch andere Gründe sind nicht wirklich ersichtlich. Die Todesfälle in Schottland haben laut National Records Scotland vor allem mit Krebs, Herzkreislauf und Altersdemenz zu tun.


Am ehesten fallen hier einem Gründe wie Kollateralschäden in Form verschleppter, unbehandelter oder zu spät behandelter Erkrankungen aufgrund der Pandemiesituation ein.


Weitere Forschung wird zeigen, welche Gründe sich als Erklärung ausmachen lassen. Inwieweit die Impfung hier eine Rolle spielt, ist letztendlich nur durch Obduktionen zu klären. Auffallenderweise unterbleibt bisher genau das. Leider erfolgt diese wichtige Bestandsaufnahme durch Obduktion bisher so gut wie gar nicht bzw. äußerst unzureichend.


In Deutschland ist die Übersterblichkeit nicht so ausgeprägt wie in Schottland. Die Übersterblichkeit zieht sich jedoch sowohl in Schottland als auch in Deutschland schon ein Zeit lang hin. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass es in jedem Jahr zu unterschiedlichen Schwankungen kommen kann. Spitzen an Über- und Untersterblichkeit können sich über das Jahr ausgleichen. Folglich ist es immer sinnvoll ein ganzes Jahr oder eine ganze Saison mit einander zu vergleichen. So wird man noch weiter die Verläufe beobachten müssen.


Das alles aber entbindet nicht davon, bereits jetzt die Ursachenforschung forciert anzugehen. Und hierzu gehören insbesondere auch Obduktionen u.a. bei Personen, die in zeitlicher Verbindung mit einer Covid Impfung verstorben sind. Wir erinnern hier an die ersten alarmierenden Obduktionsbefunde durch den renommierten Pathologen Peter Schirmacher und seiner Forderung nach mehr Obduktionen. Dies sollte allein schon deshalb systematisch erfolgen um diesen Verdacht möglichst sicher auszuschließen oder gegebenenfalls wichtige Erkenntnisse über etwaige pathologische Schadensverläufe zu bekommen.


Transparente Forschung und Verbraucheraufklärung ist hier oberstes Gebot.

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Quellen:

  • Deaths involving coronavirus (COVID-19) in Scotland Week 40 (04 to 10 October 2021) Published on 13 October 2021

  • https://www.nrscotland.gov.uk/files//statistics/covid19/covid-deaths-21-report-week-40.pdf

  • https://www.bbc.com/news/uk-scotland-58899460

  • https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html