PCR Ct-Wert 25 oder 45: Kennt Frau Merkel den Unterschied?


Die Frage ist einfach. Der Unterschied ist riesig. Die Bedeutung kann freiheitsberaubend sein.


Es ist viel über den PCR-Test und dessen methodische Besonderheiten und Fragwürdigkeiten geschrieben worden. Die einen sagen er ist ultragenau. Die anderen meinen er sei nicht geeignet Infektionen nachzuweisen. Auch über den Ct-Wert wurde viel geschrieben.


Aber was bedeutet der Unterschied zwischen einem Ct-Wert zwischen 25 und 45 genau? Was stellen sich die Bürger darunter vor? Was wissen unsere Politiker darüber? Und wissen wirklich alle Fachleute darüber Bescheid?


Dazu wäre es lohnenswert - hätte man die Mittel - eine repräsentative Umfrage, oder zumindest eine kleine Umfrage zu machen.


Unser kleines Rätsel / Quiz für Sie zum Mitmachen:


Die Ausgangssituation: Bei einer asymptomatischen Person wird ein PCR Abstrich gemacht. In dieser Probe befindet sich genau ein (1) Viruspartikel. Die Probe mit dem 1 Partikel wird nun in mehreren Zyklen vervielfältigt.


Die Frage: Wie groß ist der Unterschied der vervielfältigen Virenpartikel zwischen einem Ct-Wert von 25 und 45? Welche Antwort von 1 bis 6 ist richtig?

  1. Antwort: Der Ct-Wert von 45 ergibt eine fast doppelt so hohe Menge, da er 20 Punkte darüber liegt

  2. Antwort: Die Ct-Wert von 45 ergibt eine 10 x höhere Menge

  3. Antwort: Der Ct-Wert von 45 ergibt eine 100 x höhere Menge

  4. Antwort: Der Ct-Wert von 45 ergibt eine 1000 x höhere Menge

  5. Antwort: Der Ct-Wert von 45 ergibt eine 20% höhere Menge als der CT-Wert von 25

  6. Antwort: Keine der obigen Antworten ist richtig, die Menge ist x höher


Welche Antwort ist richtig?


Die Lösung: Die Antwort 6 ist richtig: Die Antworten 1-5 geben viel zu niedrige Werte an. Der Steigerung von Ct 25 zu Ct 45 erfolgt mit dem Faktor 1 Million.


Der Ct-Wert von 45 suggeriert eine 1.000.000 mal höhere Viruslast durch exponentielles Vervielfältigen mit jedem Schritt von 25 auf 45.


Folgendes Chart veranschaulicht dies:


Schon nach 25 Zyklen ist die ursprüngliche Einheit auf das 16 Millionenfache aufgebläht. Bei 45 Zyklen erhöht sich der Wert auf nicht mehr vorstellbare 17,5 Billionen Einheiten. Eine einzige Einheit wird somit auf 17.500 Milliarden Einheiten geboostet. Der Test wird ultrasensitiv, da es zu einer nicht mehr vorstellbaren Überschätzung des Ausgangsmaterials kommt. Da lässt sich dann das eine oder andere Partikelchen natürlich leichter "finden".


Der Unterschied von 25 auf 45 liegt bei Faktor 1 Million, wie jeder mit einer excel Tabelle leicht nachrechnen kann. Das heißt die 16 Millionen Einheiten bei einem Ct-Wert 25 werden bei einem Ct-Wert von 45 um den Faktor 1 Million (16.000.000 x 1.000.000) nochmals vervielfältigt.


Wir würden uns nicht wundern, wenn die große Mehrheit bei der Benennung des konkreten Unterschiedes und der Einschätzung der Bedeutung hier komplett falsch liegen würde. Wir würden uns auch nicht wundern, wenn Fachleute wie Mediziner dies nicht genau angeben könnten.


Laut Prof. Gerd Gigerenzer, ehemaliger Direktor des Max Planck Institutes für Bildung sowie Direktor des Hardingzentrums für Risikoforschung besteht auch in Deutschland in der Bevölkerung ein hohes Defizit an statistischer Kompetenz. Und damit auch in der sog. Risikokompetenz. Das ist die Kompetenz, Risiken ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Schwere nach richtig einzuschätzen. Statistisches Wissen bzw. eine Informationsverarbeitung wird in der Schule zu wenig gelernt. Weniger vorteilhaft ausgedrückt: Selbst Fachleute wie Juristen sind oft statistische Analphabeten, unabhängig davon wie gut sie in ihrem Fach sind. Der Grund liegt darin, dass selbst in naturwissenschaftlichen Fächern Statistik, Wissenschaftstheorie und Methodenlehre häufig zu kurz kommen.


Die Auswirkungen bei Ct Werten durch (diesmal wirklich) exponentiellen Wachstums ist für ein menschliches Gehirn schwer zu erfassen.


Bereits ab einem Ct-Wert von 25 gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass dieser Wert zumindest für den Einsatz des PCR Tests für klinische Zwecke nicht überschritten werden sollte. Aus einem einzigen Partikel sind ja auch schon über 16 Millionen geworden. Die durch die 25 Zyklen drastisch künstlich aufblähte Viruslast im PCR Test bedeutet, dass die ursprüngliche Viruslast der Probe in Wirklichkeit so klein ist, dass Viren sich kaum mehr anzüchten lassen.


Spätestens bei einem Ct-Wert von 30 (entsprechend der Tabelle eine 32 mal höhere Viruslast als bei 25) geht die Wissenschaft davon aus, dass die Viren nicht mehr anzüchtbar sind.


In der Original Publikation des Drosten Tests wird jedoch im Protokoll der Ct-Wert von 45 angeraten. Ein Ultrahoher Wert, der für eine belastbare klinische Aussage, ob hier ein vermehrungsfähiger Lebendvirus detektiert wurde, schlicht nicht geeignet ist.


Die Frage ist nun: Aus welchen Gründen wurde in der Drosten Publikation so ein irrwitziger Vervielfältigungswert gefordert? Man darf nicht vergessen, dass dieses Verfahrensprotokoll mit diesem extremen Wert von 45 weltweit über die WHO verbreitet wurde. Keinem der 24 Autoren der Corman-Drosten Publikation soll dies aufgefallen sein?


Warum wurde dies von dieser Autorengruppe im Nachhinein nicht korrigiert? Warum nicht, nachdem Kritiker hierauf auf vielfältige Art und Weise darauf aufmerksam machten?

Warum haben die Medien hierüber nicht berichtet?

Warum ist die Politik dieser Sache nicht nachgegangen?


Das sind Fragen die viele Bürger mittlerweile beantwortet haben wollen.


Es ist im Detail unbekannt, mit welchem Ct-Wert in Deutschland die Labore verfahren. Die mehrere hunderte Labore arbeiten nach ihrer in Eigenverantwortung zusammengestellten Verfahrensprotokollen, d.h. auch mit von Ihnen festgelegten Ct-Werten.


Es gibt bisher keinen von der Regierung oder den nachgeordneten verpflichtend vorgegebenen Ct-Wert oder ein verbindlich standardisiertes Verfahrensprotokoll.


Transparenztest:


Es wird dringend Zeit im Sinne Bürger und Menschen hier Licht ins Dunkel zu bringen:

  • Warum wurde das PCR Testverfahren hinsichtlich der hohen Bedeutung des Ct-Wertes, aber auch mehrerer anderer wichtiger Punkte nicht standardisiert? Warum war dies nicht im Laufe von mittlerweile 16 Monaten möglich?

  • Wie kann es sein, dass Grundrecht einschränkende Maßnahmen durch PCR Testergebnisse ohne Unterscheidung in der Anzahl und Höhe der unterschiedlichen Ct-Zyklen eingeleitet wurden?

  • Warum wird der Ct-Wert nicht den Bürgern schriftlich ohne Aufforderung mitgeteilt?

  • Warum hat man keinen maximalen Schwellenwert in der Zyklenzahl definiert?

  • Warum hat man sich nicht zur WHO Empfehlung vom Januar 2021 von Regierungsseite (Bundespressekonferenz auf siebenfache Anfrage des Journalisten Boris Reitschuster) entsprechend geäußert, wie genau mit welcher Begründung die Regierung zu dieser Empfehlung steht?


Ohne Sie geht es nicht!


Unser Ziel ist es uns alle für mehr Transparenz und Evidenz zu sensibilisieren.


Wir Bürger haben ein unabdingbares Recht darauf zu erfahren, was wann wie und aus welchen Gründen - ohne unsere Zustimmung - entschieden wird. Da selten die Informationen vollständig und nachvollziehbar gegeben werden, müssen wir wach bleiben und nachfragen.


Stärken Sie uns mit einem kleinen Beitrag den Rücken, damit wir mit Ihrer Unterstützung dies von den Verantwortlichen einfordern können.


Wir danken Ihnen hierfür herzlich an dieser Stelle, da wir aus Gründen des Datenschutzes auf Spenden nicht antworten dürfen.


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Quellen Studien PCR Test